Arbeitsgruppe Ethik (AG Ethik) im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau

Das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau hat als einer der ersten Krankenhäuser in Halle unter der damaligen Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schütte im Jahr 1998 die AG Ethik gegründet mit dem Ziel, grundlegende ethische Aspekte der Krankenhaus-Arbeit sowie auch Behandlungsteams in ethischen Konfliktsituationen und Problemstellungen zu beraten.

 

Aufgabe der AG Ethik

Aufgabe der AG Ethik ist es, Dokumente und Arbeitspapiere zu grundlegenden ethischen Fragestellungen zu erarbeiten, sowie in komplizierten Einzelfällen die zuständige Ärztin/den zuständigen Arzt auf deren/dessen Antrag hin bei der Beurteilung ethischer Gesichtspunkte zu beraten. Die Verantwortung der Ärztin/des Arztes bleibt hiervon unberührt.

Grundlagen

Die AG Ethik legt ihrer Arbeit die gesetzlichen Bestimmungen, die dazu ergangenen Verordnungen und Richtlinien sowie die einschlägigen berufsrechtlichen Regelungen in ihrer jeweils geltenden Fassung zugrunde.
Insbesondere achtet sie bei ihrer Tätigkeit auf den Schutz der menschlichen Würde und des Lebens im Sinne des Leitbildes von Martha-Maria.

Zusammensetzung

Die AG Ethik besteht aus mindestens 8 stimmberechtigten Mitgliedern. Sie ist interdisziplinär und hierarchieübergreifend besetzt. Zu ihren Mitgliedern sollen gehören:

  • der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
  • die Pflegedienstleitung
  • erfahrene Vertreterinnen / Vertreter der Ärzteschaft und des Pflegedienstes
  • eine Person aus dem öffentlichen Leben
  • der pastorale Geschäftsführer oder in dessen Vertretung die Leitung der Seelsorge
  • ein Mitglied der Krankenhausseelssorge

Wie wird man Mitglied der AG Ethik

Die Mitglieder der AG Ethik werden auf Empfehlung der Krankenhausleitung durch die Geschäftsführung für die Dauer von drei Jahren berufen. Wiederberufung ist möglich. Bei Ausscheiden eines Mitglieds haben die Mitglieder der AG Ethik das Recht, der Geschäftsführung Vorschläge zur Nachberufung zu unterbreiten.
Die AG Ethik wählt in ihrer konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden.
Bei Bedarf kann die AG Ethik weitere Sachverständige zu ihren Beratungen hinzuziehen.

Unabhängigkeit und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Sie sind nur ihrem Gewissen verantwortlich und arbeiten ehrenamtlich. Sie sind zur Vertraulichkeit und Verschwiegenheit verpflichtet.

Tagungsrhythmus

Die AG Ethik tagt in der Regel einmal pro Quartal auf Einberufung durch den Vorsitzenden unter Vorlage der Tagesordnung.

Antragserfordernis und Verfahren

Für die Hinzuziehung der AG Ethik zur ethischen Beratung in komplizierten Einzelfällen ist der Antrag durch die zuständige Ärztin/den zuständigen Arzt bzw. durch die zuständige Pflegefachkraft erforderlich. Für die Antragstellung soll das Formblatt „Antrag auf Beratung durch die AG Ethik im komplizierten Einzelfall" verwendet werden.
Der Antrag kann zu jeder Zeit zurückgenommen werden.
Die Mitglieder der AG Ethik stehen für die kollegiale Ethikberatung in komplizierten Behandlungsverläufen zur Verfügung. Die Verfahrensanweisung „Beratung durch die AG Ethik im komplizierten Einzelfall“ regelt den Ablauf einer ethischen Fallberatung.

Beschlussfassung und Vertraulichkeit

Für Beschlüsse der AG Ethik zu grundsätzlichen ethischen Fragestellungen gilt das Konsensprinzip. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben, wenn alle Mitglieder ordnungsgemäß mit einer Frist von mindestens einer Woche geladen sind und mindestens fünf Mitglieder anwesend und stimmberechtigt sind. Über die Sitzung ist ein Protokoll zu fertigen.
Die Sitzungen und Einzelfallberatungen der AG Ethik sind vertraulich.

Mitglieder der AG Ethik

Vorsitz: Chefarzt Dr. Frank Hoffmann (Klinik für Neurologie mit stroke unit)
Stellvertretender Vorsitz: Pastorin Sabine Schober (Krankenhausseelsorge)
Theologischer Geschäftsführer Markus Ebinger
Kaufmännischer Geschäftsführer Markus Füssel
Chefarzt Dr. Harald Fritz (Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Interdisziplinäre Notaufnahme)
Stationsleiterin Diana Gläser-Weißflog (Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie) und qualifizierte Ethikberaterin (Akademie für Ethik und Medizin)
Leitender Oberarzt Dr. Frank Kalbitz (Innere Medizin I, Intensivstation);
Stationsleiterin Sylvia Karpinski (Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie) und qualifizierte Ethikberaterin (Akademie für Ethik und Medizin)
Steffi Oertel (Funktionsbereich Psychologie)
Oberärztin Dagmar Roloff (Leitung Palliativstation – Klinik für Innere Medizin II
Pflegedienstleiterin Kathleen Wüste-Gottschalk
Funktionsoberarzt Dr. Birger Stangl (Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie) und qualifizierter Ethikberater im Gesundheitswesen (Akademie für Ethik und Medizin)
Dagmar Szabados (Person aus dem öffentlichen Leben)
Fachärztin für Anästhesiologie und anästhesiologischer Intensivmedizin Carolin van der Wal (Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie) und qualifizierte Ethikberaterin (Akademie für Ethik und Medizin)

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