Anästhesie

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau führt jährlich ca. 9.000 Allgemein- und Regionalanästhesien durch.

Dafür gewährleisten wir Empfindungslosigkeit und Schmerzfreiheit für diagnostische und operative Eingriffe in allen Fachrichtungen des Hauses. Es werden alle Bereiche der operativen Medizin sowie der interventionellen Pneumologie und Kardiologie versorgt. Zu den operativen Bereichen zählen Traumatologie und Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie, Thoraxchirurgie, Allgemein- und Visceralchirurgie, Gynäkologie, Urologie und HNO. Auf dem Gebiet der Pneumologie werden hauptsächlich Narkosen für Bronchoskopien, Laserbehandlungen und Stentimplantationen durchgeführt.

Sichere Anästhesieverfahren und modernes Monitoring
Zum Einsatz kommen alle modernen Anästhesieverfahren. Diese werden auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand mit einem Höchstmaß an Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten durchgeführt. Im Bedarfsfall erhalten die Patientinnen und Patienten mit Besonderheiten zur Sicherung des Atemweges einen Anästhesieausweis, den sie bei nachfolgenden Narkosen vorlegen sollten.

Grundsätzlich werden alle Patientinnen und Patienten mit einer Allgemein- oder Regionalanästhesie mit modernsten Monitoringverfahren überwacht. Für Schwerstkranke mit einem hohen Risikoprofil kommen spezielle Methoden insbesondere zur Überwachung der Herz- und Kreislauffunktion und der Narkosetiefe zur Anwendung. Für dieses Spektrum stehen in allen Fachabteilungen geschulte und erfahrene Narkoseärztinnen und -ärzte bereit.

Leitung des OP-Traktes
Der Klinik untersteht die organisatorische Leitung und Koordination des modernen, acht OP-Säle umfassenden Operationstraktes. Außerdem werden noch zwei dezentrale Anästhesiearbeitsplätze und die Durchführung von Narkosen für diagnostische Verfahren im Bereich Radiologie (z.B. MRT, CT) koordiniert.

Verfahren der Allgemeinanästhesie

  • Totale intravenöse Anästhesie mittels spezieller zielorientierter Infusion (TCI) und Überwachung der Narkosetiefe (BIS-Monitoring)
  • Balancierte Anästhesie (Kombination aus Inhalationsanästhesie und intravenöser Anästhesie) mit Überwachung der Narkosegaskonzentrationen im Atemgassystem
  • Narkosen im Niedrigflussverfahren bis hin zum „geschlossenen Narkosesystem“ (Verbrauchsgesteuerte Narkosegas- und Sauerstoffzufuhr)
  • Besondere Beatmungsverfahren werden vorwiegend in der Thoraxchirurgie  (Ein-Lungen-Beatmung) und in der HNO sowie interventionellen Bronchologie (Jetventilation) eingesetzt
  • Bei den Allgemeinanästhesieverfahren kommen neben der üblichen endotrachealen Intubation mittels direkter Laryngoskopie bei bestimmten anatomischen und funktionellen Vorraussetzungen der Patientin oder des Patienten auch verschiedene andere Formen der Sicherung des Atemweges zur Anwendung (Larynxmaske, Intubationslarynxmaske, Fiberoptische Intubation mit flexibler Bronchoskopie oder Intubationsfiberskop n. BONFILS, Kombitubus)

Verfahren der Regionalanästhesie

  • Rückenmarksnahe Anästhesieverfahren (Spinal-, und Epiduralanästhesie)
  • Periphere Blockaden der oberen Extremität (axilläre und vertikale infraklavikuläre Plexusblockaden, Scalenusblockaden)
  • Periphere Blockaden der unteren Extremität (Psoaskompartmentblockaden und Blockade des N. ischiadicus, N. femoralis, N. obturatorius, Fußblockaden)
  • Intravenöse Regionalanästhesie nach BIER

Narkose bei Kindern

Den kleinen Patientinnen und Patienten gilt unsere ganz besondere Aufmerksamkeit. Kinder werden auf die Narkose mit einer ausreichend dosierten, stark angstlösenden sowie schmerzlindernden Vormedikation vorbereitet. Die Narkose wird schonend als Maskennarkose über die Atemluft eingeleitet. Sollte die Punktion einer Vene vor der Narkoseeinleitung erforderlich sein, wird die Punktionsstelle mit einem „Zauberpflaster“ (EMLA®-Pflaster) betäubt. Auch im Aufwachraum erfolgt eine kindgerechte Versorgung. Auf Wunsch können die Eltern ihre Kinder schon unmittelbar nach dem Eingriff im Aufwachraum mitbetreuen.

Verhalten nach ambulanten Eingriffen in Regionalanästhesie/Allgemeinnarkose

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Sie haben eine ambulante Operation in Regionalanästhesie oder Allgemeinnarkose erhalten. Wie Sie im Aufklärungsgespräch bereits erfahren haben, können als Folge der Regionalanästhesie oder Allgemeinnarkose Komplikationen auftreten, z.B. Herz-Kreislauf-Probleme, Punktion des Lungenfells (auch Lungenkollaps oder Pneumothorax genannt), Infektion oder Einblutung (Hämatom) an der Punktionsstelle.

Sie werden nach dem ambulanten Eingriff von uns noch einige Zeit überwacht. Trotzdem können auch zeitverzögert, d.h. nach Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus, noch Komplikationen auftreten. Symptome dieser Komplikationen sind z.B. Luftnot, Schmerzen im Brustkorb, starkes Schwindelgefühl, Herzschmerzen, Herzrasen, metallischer Geschmack, Taubheitsgefühl beziehungsweise Kraftlosigkeit in den Armen oder Beinen, Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Punktionsstelle oder ein zunehmender Bluterguss. Diese Komplikationen treten nur sehr selten auf. Sollten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bei Ihnen solche Symptome auftreten, stellen Sie sich bitte umgehend wieder in unserer Notfallaufnahme vor.

In akuten, dringenden Fällen, z.B. bei starker Luftnot oder Herzschmerzen, rufen Sie bitte den Rettungsdienst über Telefon 112.

In den ersten 24 Stunden nach der ambulanten Operation sollten Sie sich von einem Angehörigen betreuen lassen. Die aktive Teilnahme am Straßenverkehr soll für 24 Stunden nach einer ambulanten OP unterbleiben.  
Für Rückfragen können Sie uns wie folgt erreichen:

  • Trauma-Notruf (Diensthabender Unfallchirurg)
    Telefon: (0345) 559-1070
  • Krankenhaus-Zentrale (24h)
    Telefon: (0345) 559 0    
  • Notfallaufnahme (24h)
    Telefon: (0345) 559 1684
  • Anästhesiologie Sekretariat (07.00 bis 15.30 Uhr)
    Telefon: (0345) 559 1416

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